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    Scheurings Wort zum Samstag: Neues aus dem Biergarten

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    Die Beschränkungen in der Gastronomie werden jetzt weiter gelockert. Biergärten dürfen statt nur bis 20 Uhr nun bis 22 Uhr offenbleiben. Dieser zeitlichen Ausdehnung ging bereits eine räumliche voraus, wie Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger unlängst erklärt hat. In einer inhaltlich die Grenzen des menschlichen Vorstellungsvermögens überschreitenden Rede erläuterte er, dass „sechs bis acht Leute, jeder mit seinem Kumpel“, einer „Bezugsperson oder Bezugsfamilie“ dann an einem Tisch sitzen können, „wenn der Tisch irgendwo 15 Meter lang ist und dann im Abstand von 1,50 immer die Pärchen gegenüber sitzen.“ In Wahrheit sagte Aiwanger natürlich nicht Abstand, sondern „Obstond“, dos ist klor, denn Aiwanger setzt nicht nur inhaltlich, sondern auch sprochlich Okzente. Vielleicht mocht Oiwonger ja bold einen neuen Vorschlog: Mon konn zum Beispiel auch zwonzig Tische oneinonder stellen, die irgendwo 50 Meter long sind, mit Obstond dozwischen, domit die Kumpel und Komeroden Plotz hoben. Olle können dort, sogen wir mol, Solzstongen essen, oder Hoxen mit Solot, oine Holbe trinken, oder Opflsoft, Opflschorle ond Schnops, mit 1,50 Meter Obstond zu ihrem Bezugsgetränk. Und wenn so ein Quodrotorsch irgendwo den Obstond nicht einhält, wird er obgewotscht. In der Gostronomie bleibt es olso sponnend. Olle, die nicht hocken, müssen Mosken trogen, mon konn donn einen Moskenboll im Biergorten veronstolten, mit ochzig Kontoktpersonen, Komeroden oder Pärchen einer Kumpelfomilie. Wenn der Obstond posst, donn ist olles Bonone.

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