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    Scheurings Wort zum Samstag: Roberts Koch-Institut

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    Das Robert Koch-Institut hat uns in diesen Corona-Zeiten viele Fragen beantwortet, eine aber nicht: Warum hat die nach dem Mediziner Robert Koch benannte Einrichtung nur einen Bindestrich im Namen, und in einer anderen Version gar keinen? Die Behörde nennt sich selbst „Robert Koch-Institut“, auf ihrem Logo „Robert Koch Institut“. War bei der Gründung des Instituts die flächendeckende Versorgung mit Bindestrichen nicht mehr gewährleistet, so wie es jüngst Lieferengpässe beim Klopapier gab? Hat Robert Koch eine Frau mit Nachnamen Institut geheiratet und trug fortan den schönen Doppelnamen Robert Koch-Institut? Oder handelt es sich vielmehr um eine Akademie für Köche unter der Leitung eines Mannes namens Robert, also Roberts Koch-Institut? Bindestriche sollen für Klarheit sorgen – wo sie fehlen oder Wörter auseinandergerissen werden, entsteht Verwirrung. Etwa wenn auf einem Schild steht: „Trink Wasser für Hunde“. Können die das denn nicht mehr selbst? Neu im Angebot: „Damen Herren Kinder und Sportschuhe zu günstigen Preisen“. Ich nehme an, die Schuhe sind günstiger als die Damen. Vor allem im Bereich der Lebensmittelindustrie und Gastronomie gibt es inzwischen mehr Leerstellen als Lehrstellen. Daher kann man zum Beispiel Puder Zucker, Milch Kaffee, Kicher Erbsen oder Totes Meersalz (lebendiges ist wohl schwer zu bändigen) kaufen. Und zum Mittags Menü gibt es Band Nudeln, Schinken Eis Bein und sicher bald auch Martins Gans, Heil Butt und Ochsen Schwanz-Suppe. Wo kann man lernen, das alles zuzubereiten? Vermutlich in Roberts Koch-Institut.

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