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    Marktbreit

    29 Verletzte bei Massencrash auf A7

    Demolierte Fahrzeuge
    Nur noch Schrott und Altmetall: Die Unfallstelle auf der A7 aus der Vogelperspektive. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

    Die Sicht auf der Autobahn ist schlecht, dichter Nebel hängt über der Mainbrücke bei Marktbreit in Unterfranken.

    Der Winter kündigt sich so an, wie es der Deutsche Wetterdienst für diesen Sonntagmorgen vorhergesagt hatte: „Verbreitet Frost, lokal Glätte und dichter Nebel”. Gegen 7.20 Uhr ist die Fahrbahn der A7 Zeugen zufolge auf der Brücke glatt. Ein 49-Jähriger ist mit seinem Kleintransporter unterwegs. Er kommt auf dem glatten Asphalt ins Schlingern und kracht in die Mittelleitplanke - der Beginn einer Massenkarambolage mit 29 Verletzten.

    Innerhalb weniger Minuten krachen 17 nachfolgende Fahrzeuge ineinander, darunter auch ein Lastwagen und mehrere Einsatzwagen der Retter. Ein Wagen des Bayerischen Roten Kreuzes hat den Angaben nach voraussichtlich einen Totalschaden. Ein Streifenwagen der Polizei, der die Unfallstelle abgesichert hatte, wird gerammt und verliert Fahrzeugteile. Die Fahrer hätten nicht weiter als 50 Meter sehen können, erklärt die Polizei - so dicht war der Nebel.

    Einer der Fahrer sagt an der Unfallstelle, dass es auf der Brücke plötzlich so glatt gewesen sei, dass er nicht mehr habe bremsen können. Er habe versucht, sein Fahrzeug zumindest gerade zu halten, damit es sich nicht quer auf die Fahrbahn stellte.

    Ein Auto wird unter einen Lastwagen geschoben, ein Wagen liegt auf der Seite. Weiter vorne an der Unfallstelle türmen sich der Kleintransporter, ein Anhänger und ein Auto übereinander. Notärzte und Sanitäter bringen vier Schwerverletzte in Krankenhäuser. Die Retter schneiden eine eingeklemmte Frau aus den Trümmern ihres Wagens. Auch ein Hund wird aus einem der Unfallwagen befreit. Der Vierbeiner ist unverletzt.

    Fast zehn Stunden lang räumen die Einsatzkräfte die Unfallstelle auf, bergen die Wracks und ermitteln. Autofahrer in Richtung Fulda/Kassel müssen eine Umleitung fahren.

    Für die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes sind Nebel und glatte Straßen für diese Jahreszeit „normal”, wie eine Sprecherin der Behörde in München sagt. Es regne oder die Luft sei sehr feucht - so wohl auch in Unterfranken - und dann friere die Nässe. Der Wetterdienst geht davon aus, dass es auch in den kommenden Nächten zu Glätte auf den Straßen kommen kann.

    Autofahrer müssen besonders vorsichtig sein - oder sollten das Auto im Zweifelsfall stehen lassen. Dem ADAC zufolge gibt es für das richtige Verhalten bei Blitzeis kein Patentrezept. Winterreifen, Antiblockiersystem (ABS) und auch Ketten seien dann nicht mehr hilfreich, schreibt der Autoclub auf seiner Website. „Wird im Radio vor Blitzeis oder Eisregen gewarnt, ist es besser, das Auto stehen zu lassen und die Fahrt zu verschieben, bis der Spuk vorbei ist.”

    Metallknäuel
    29 Menschen wurden bei der Massenkarambolage teils schwer verletzt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Feuerwehrfahrzeug
    Auch ein Fahrzeug der Feuerwehr war in den Massenunfall verwickelt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Blitzeis
    Nebel und Blitzeis führten wohl zu dem Massencrash auf der A7 in Mittelfranken. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Massenunfall auf Autobahn
    Die Folgen von Blitzeis und Nebel: Demolierte Fahrzeuge auf der Autobahn A7. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Massenunfall auf Autobahn
    Demolierte Fahrzeuge an der Unfallstelle auf der Autobahn A7. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Massenunfall auf Autobahn
    Mindestens 18 Fahrzeuge waren an dem Unfall beteiligt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Massenunfall auf Autobahn
    Als Unfallursache wird Blitzeis und Nebel vermutet. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Bergungsarbeiten
    Während der Rettungsarbeiten war die A7 zwischen den Ausfahrten Marktbreit und Kitzingen in Richtung Norden zeitweise gesperrt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Vogelperspektive
    29 Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, an dem 18 Fahrzeuge beteiligt waren. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
    Massenunfall auf Autobahn
    Dass bei diesem Horrorunfall niemand ums Lben kam, grenzt an ein Wunder. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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