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    Berlin

    Fall des erschossenen Nidal R.: Drei Verdächtige gesucht

    Tatort in Berlin-Neukölln
    Spurensicherung an einem Zugang zum Tempelhofer Feld, wo der Berliner Intensivtäter von Schüssen getroffen worden war. Foto: Paul Zinken

    Nach den tödlichen Schüssen auf den Intensivstraftäter Nidal R. in Berlin gehen die Ermittler inzwischen von drei Tätern aus. Nachdem achtmal auf den 36-Jährigen gefeuert worden sei, seien am Sonntagabend drei Männer geflüchtet und in ein Auto gestiegen, das davonraste.

    Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der Fluchtwagen wurde demnach in der Nacht zum Dienstag von Unbekannten angezündet. Sicherheitsexperten befürchten nach der tödlichen Attacke eine Eskalation der Gewalt zwischen kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Großfamilien.

    Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) teilte mit, Auseinandersetzungen würden gewalttätig und ohne Skrupel auf Berlins Straßen ausgetragen. Das sei die Folge davon, dass diese Kriminellen jahrzehntelang keinen durchsetzungsstarken Rechtsstaat gespürt hätten.

    Der Berliner Senat will mit einer konzertierten Aktion den Druck auf diesen Personenkreis aufrechterhalten und ausbauen. Zuletzt hatte es verstärkt Durchsuchungen sowie Festnahmen von Verdächtigen gegeben.

    Die Leiche des 36-Jährigen wurde am Dienstag nach der Obduktion freigegeben. Nidal R. soll am Donnerstag beigesetzt werden. Die Polizei rechnet mit zahlreichen Trauergästen und will präsent sein.

    Nidal R. wurde am Sonntag in Berlin-Neukölln vor den Augen seiner Familie niedergeschossen. Der 36-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Vor der Klinik in Berlin-Steglitz versammelte sich eine aufgebrachte Menge. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

    Tempelhofer Feld
    Spurensuche an einem Verkaufswagen, der an einem Zugang zum Tempelhofer Feld steht. Foto: Paul Zinken
    Absperrung
    Nach den Schüssen am Tempelhofer Feld befürchtet die Berliner Polizei eine Eskalation. Foto: Paul Zinken
    Tatort
    Eine Kriminaltechnikerin sichert Spuren an einem Zugang zum Tempelhofer Feld, wo auf den 36-jährigen Intensivtäter geschossen wurde. Foto: Paul Zinken
    Krankenhaus
    Zahlreiche Menschen stehen vor dem Benjamin-Franklin-Klinikum, in dem der 36-jährige Intensivtäter starb. Foto: Paul Zinken

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