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    Tel Aviv

    Israel greift erneut Hamas-Ziele nach Raketenbeschuss an

    Nahost-Konflikt
    Eine israelische Luftabwehrrakete bringt eine vermutlich aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete zur Explosion. Foto: Ariel Schalit/AP/dpa/Archiv

    Dies sei eine Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Küstengebiet gewesen, teilte die Armee in der Nacht zum Freitag mit. Zudem seien zuvor Ballons mit Sprengsätzen nach Israel geschickt und eine Beobachtungsantenne beschossen worden. Laut israelischem Rettungsdienst wurden in Sderot eine Frau und ihr drei Wochen altes Baby verletzt, als sie vor den Raketen Schutz suchte und stürzte.

    Militante Palästinenser hätten drei Raketen nach Israel abgefeuert, zwei seien vom Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen worden, teilte die Armee mit. Die Luftwaffe habe daraufhin unter anderem eine unterirdische Waffenfabrik der im Gazastreifen herrschenden Hamas attackiert.

    Wegen der Sprengstoff-Ballons und des Beschusses auf die Beobachtungsantenne hatte Israels Militär schon am Donnerstagabend Ziele in dem Palästinensergebiet am Mittelmeer beschossen. Dies war bereits das zweite Mal binnen weniger als 24 Stunden. Bereits am späten Mittwochabend hatten Kampfflugzeuge nach einem Angriff mit einer Rakete sowie Brandballons auf Israel Stellungen der Hamas attackiert.

    Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen. Rund zwei Millionen Einwohner leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen. Palästinenser protestieren regelmäßig gegen die Blockade. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben.

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