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    Berlin

    Neue Suche nach Rebecca an See in Ost-Brandenburg

    Suche nach Rebecca
    Suche nach Rebecca: Die Schülerin wird seit fünf Wochen vermisst. Foto: Patrick Pleul

    Fünf Wochen nach dem Verschwinden der 15-jährigen Rebbecca aus Berlin hat die Polizei eine Suche an einem kleinen See in Ost-Brandenburg gestartet. Mit einem Boot und Echolot suchte die Polizei den Herzberger See ab.

    Auch ein Taucher war am Ufer und im Wasser zu sehen. Eine Polizeisprecherin bestätigte nur, das dort Kriminalpolizisten mit Spürhunden und Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW) unterwegs seien. Die Polizei hatte den Zugang zum See zum Teil abgesperrt.

    Der Herzberger See liegt östlich des Scharmützelsees. Er ist etwa einen Kilometer lang und sehr schmal. In der dortigen Umgebung hatte die Polizei bereits in der vergangenen Woche mit Spürhunden gesucht. Auch an einer Landstraße am Scharmützelsee wurde gesucht. Zuvor hatte die Polizei Waldgebiete bei Storkow durchkämmt. Am Wolziger See war sie mit Leichenspürhunden und Tauchern im Einsatz, gefunden wurde nichts.

    Die Gegend südöstlich von Berlin ist unter anderem deswegen so im Fokus der Polizei, weil der verdächtige Schwager von Rebecca auf der dort verlaufenden Autobahn A12 Berlin-Frankfurt am Tag des Verschwindens und dem Abend danach unterwegs gewesen sein soll.

    Rebecca wird seit genau fünf Wochen vermisst. Polizei und Staatsanwaltschaft nehmen an, dass sie getötet wurde. Der von der Polizei verdächtigte Schwager wurde am Freitag aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Indizien gegen ihn ergeben nach Einschätzung eines Ermittlungsrichters keinen dringenden Tatverdacht.

    Die Anwältin des Schwagers hatte kritisiert, dass die Ermittlungen der Polizei einseitig verlaufen würden. Die Behörden hätten sehr früh die Arbeitshypothese gefasst, dass Rebecca tot und ihr Schwager der Täter sei, sagte Petra Klein dem Sender RBB. „Man könnte derzeit die Vermutung haben, dass die Polizei nicht mehr die Aufklärung des Falles in erster Linie verfolgt, sondern eigentlich nur noch mit der Suche nach einer Leiche beschäftigt ist, die es möglicherweise gar nicht gibt.” Die Veröffentlichung vieler Details der Ermittlungen sowie eines Fotos des Verdächtigen habe zu einer Vorverurteilung und einer „Jagd auf meinen Mandanten” geführt.

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