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    Regen setzt weite Teile Jakartas unter Wasser: Ein Toter

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    Eine Frau watet durch das Hochwasser einer überschwemmten Straße in Jakarta. Foto: Tatan Syuflana/AP/dpa

    Seit Tagen anhaltender Regen hat große Teile der indonesischen Hauptstadt Jakarta unter Wasser gesetzt und zu einem ersten Todesfall geführt. Ein Motorradfahrer kam ums Leben, als er auf einer überfluteten Straße in der Innenstadt verunglückte, wie die Polizei mitteilte.

    Tausende Wohnhäuser und andere Gebäude seien überflutet worden, darunter auch im Geschäftsbezirk der auf Java gelegenen Millionenstadt, sagte ein Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde. In einigen der betroffenen Stadtteile standen Häuser bis zu einem Meter unter Wasser. Auf Fotos waren Menschen zu sehen, die auf Straßen in hüfthohem Wasser wateten.

    Zehn junge Pfadfinder waren am Wochenende getötet worden, als ihre Wandergruppe nahe der Stadt Yogyakarta 560 Kilometer östlich von Jakarta von den Fluten eines Flusses mitgerissen worden war. Heftiger Regen hatte den Fluss über die Ufer treten lassen.

    Der Gouverneur von Jakarta, Anies Baswedan, schätzte die Zahl der überfluteten Häuser auf 10.000. Die Stadt habe alle Ressourcen mobilisiert, um den Menschen zu helfen, sagte er Journalisten. Betroffene berichteten unter anderem von Stromausfällen.

    Der heftige Regen und der starke Wind werden wahrscheinlich bis mindestens Mittwoch andauern, wie der Sprecher des Katastrophenschutzes, Agus Wibowo, weiter sagte.

    Überschwemmungen und Erdrutsche sind während der Regenzeit in dem südostasiatischen Inselstaat nichts Ungewöhnliches. Sie dauert in der Regel von Oktober bis Februar, in einigen Landesteilen beginnt sie bereits im August. Bei Überschwemmungen waren im Januar in Jakarta und Umgebung mindestens 66 Menschen ums Leben gekommen.

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