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    Standpunkt: Ein schwacher Auftritt

    Es war ein schwacher Auftritt des ungarischen Ministerpräsidenten im Europäischen Parlament. Die Abgeordneten haben dafür gesorgt, dass ihm das Wasser bis zum Hals steht. Sollten die Volksvertreter am Mittwoch ernst machen, muss der Premier aus Budapest gleich mehrere Brüskierungen verkraften: Zum einen würde Ungarn als erstes Land in der Geschichte der Union dastehen, dem offen Verstöße gegen die Rechtsstaatlichkeit und die EU-Grundwerte vorgeworfen werden. Und zum Zweiten kann der Regierungschef aus Budapest nicht mehr sicher sein, dass die EU-Partner ihm seine rechtspopulistischen Eskapaden verzeihen und trotzdem brav Geld nach Ungarn überweisen.

    Das würde den einstigen Widerstandskämpfer, der zum selbstherrlichen Herrscher geworden ist, empfindlich treffen. Denn Orbán hat schon bisher bewiesen, dass er keinen ökonomischen und auch keinen politischen Plan hat, um sein Land und sein Volk aus den Schwierigkeiten herauszuführen, in denen es steckt.

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