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    Schweinfurt

    Auch SKF schwächelt: Am Brückentag muss Arbeit ruhen

    Wie andere Autozulieferer erlebt auch der SKF-Konzern schwierige Zeiten. Das hat auch Folgen für das Werk in Schweinfurt. Foto: SKF

    Wie bei Schaeffler und ZF hat auch bei SKF in Schweinfurt am "Brückentag" 16. August wegen der schwächelnden Auftragslage ein Großteil der Mitarbeiter nicht gearbeitet. Eine weiterer Schritt dieser Art ist für den Brückentag 4. Oktober angekündigt.

    Bei der Vorlage des Berichts für das zweite Quartal hat der schwedische Konzern einen Umsatzrückgang von 1,6 Prozent auf umgerechnet 2,1 Milliarden Euro gemeldet. Das operative Ergebnis war durch knapp 30 Millionen Euro für Restrukturierungs- und Wertminderungskosten belastet. Es lag bei 218 Millionen Euro. Die Marge - also das Verhältnis vom Umsatz zum operativen Ergebnis - sank von 12,9 auf 11,3 Prozent. Die Bemühungen, "die Kosten unter Kontrolle zu halten, zeigten Ergebnisse in einem Markt mit geringerer Nachfrage", heißt es im Bericht.

    Wo SKF im Einzelnen schwächelt

    Für dem Umsatzrückgang war vor allem das schwache Automobilgeschäft (-6,8 Prozent) verantwortlich. In diesem Bereich sank die operative Marge von 8,7 auf 4,8 Prozent. Das Industriegeschäft hingegen, für das der Standort Schweinfurt mit seinen 4200 Mitarbeitern eine wichtige Rolle spielt, konnte leicht um 0,6 Prozent zulegen. Die operative Marge sank zwar von 14,7 auf 13,9 Prozent, das Unternehmen spricht dennoch von einem starken Quartal.

    In Schweinfurt laufen die Verhandlungen zwischen Management und Betriebsrat über das Ende April verkündete Sparprogramm weiter. Pro Jahr sollen die Kosten am Standort um 100 Millionen Euro gesenkt werden. Das fordert Konzernchef Alrik Danielson, um Schweinfurt in der Gruppe konkurrenzfähig zu halten. Dazu müssen die Beschäftigten einen wesentlichen Beitrag leisten, nämlich ein Drittel - durch Abstriche unter anderem bei außertariflichen Zugaben.

    Für das laufende dritte Quartal erwartet die Konzernspitze in Göteborg einen leichten Mengenrückgang, wobei das Industriegeschäft sich weiterhin relativ unverändert entwickeln soll.

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