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    Würzburg / Schweinfurt

    Corona: So reagieren Sparkassen und VR-Banken in Mainfranken

    Bargeldversorgung und Beratung gesichert, aber eine Reihe von Filialen geschlossen: Die großen Geldhäuser in Mainfranken reagieren unterschiedlich auf Corona.
    Die Sparkassen in Mainfranken wollen ihre Kunden während der Corona-Krise ebenso wenig im Regen stehen lassen wie andere Geldhäuser. Doch der Service wurde stellenweise deutlich eingeschränkt.
    Die Sparkassen in Mainfranken wollen ihre Kunden während der Corona-Krise ebenso wenig im Regen stehen lassen wie andere Geldhäuser. Doch der Service wurde stellenweise deutlich eingeschränkt. Foto: Roland Pleier

    Wegen der Corona-Krise haben viele Banken und Sparkassen in Mainfranken ihren Publikumsverkehr heruntergefahren. Allerdings gibt es keine einheitliche Vorgehensweise. Beratungen und andere Dienstleistungen sollen weitgehend online laufen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld sei gesichert, hieß es am Freitag aus mehreren Geldhäusern.

    Die Sparkasse Mainfranken als eine der größten ihrer Art in Bayern teilte in Würzburg mit, dass alle Kleinfilialen ab diesem Montag auf Selbstbedienungsbetrieb umgestellt werden. Das bedeutet: kein Personal mehr vor Ort, den Kunden stünden aber noch die Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker zur Verfügung.

    Mit Personal betrieben werden demnach noch 39 größere Niederlassungen mit der Bezeichnung "Beratungscenter". Die Sparkasse Mainfranken mit ihren knapp 1600 Mitarbeitern und etwa 100 Niederlassungen deckt die Stadt- und Landkreise Würzburg, Main-Spessart sowie Kitzingen ab. 

    Wie die Sparkassen im Norden von Mainfranken reagieren

    Das Geldinstitut weist in der Mitteilung darauf hin, dass Kunden wo immer möglich auf persönlichen Kontakt mit den Mitarbeitern verzichten sollten. Unvermeidbare Termine sollten per Mail oder Telefon vereinbart werden. Wer ein Beratungscenter betrete, müsse mindestens zwei Meter Abstand zu Sparkassenangestellten und anderen Kunden halten. Solche Vorschriften gibt es in anderen Geldhäusern der Region ebenfalls.

    Einschränkungen gibt es zum Teil auch in den Sparkassen Schweinfurt-Haßberge mit 53 Filialen, Bad Neustadt (14 Filialen) und Bad Kissingen (17 Filialen). Im Raum Bad Neustadt sind fünf der 14 Sparkassen-Filialen vorübergehend dicht oder nur eingeschränkt geöffnet. Die Sparkasse Bad Kissingen lässt nach eigenen Angaben bis auf Weiteres alle Niederlassungen noch mit Personal besetzt.

    Raum Schweinfurt: Sparkassen-Bus fährt wie gehabt

    Wie Sprecher Joachim Eyrich von der Sparkasse Schweinfurt-Haßberge am Freitag sagte, seien 26 der 53 Niederlassungen wegen Corona geschlossen worden. Die Selbstbedienungsgeräte dort seien aber nach wie vor für Kunden erreichbar, die Sachbearbeiter per Telefon oder Mail ebenfalls. Der Sparkassen-Bus werde in gewohnter Weise die Dörfer anfahren.

    Bei den 23 VR-Banken in Unterfranken ist das Vorgehen unübersichtlich. Es gebe keine Zusammenfassung, welche Filiale wie geöffnet hat, sagte ein Sprecher des Genossenschaftsverbandes Bayern am Freitag in München. "Das entscheidet jede Bank für sich." Er riet deshalb Kunden, sich im Internet oder per Telefon bei der jeweiligen VR-Filiale zu erkundigen.

    Corona-Hilfe: Firmenkunden werden beraten 

    Eine wichtige Rolle haben die Hausbanken in diesen Tagen bekommen, weil sie erste Ansprechstation für in Not geratene Unternehmen sind. Die vom Staat zugesagten Hilfen in Folge der Corona-Krise werden über die Sparkassen und Banken eingefädelt. Das sei gewährleistet, war aus allen Geldhäusern der Region zu hören. Berater sollten aber auch in diesen Fällen allein telefonisch oder per Mail kontaktiert werden. Die Sparkasse Bad Kissingen hat für Firmenkunden eine eigene Telefon-Hotline eingerichtet: (0971) 828-2222.

    Die Sparkassen in Mainfranken haben auf ihren Internetseiten Informationen unter anderem darüber, welche Filialen wann geöffnet sind. Wo sich Sparkassen in der Region befinden, kann man auch unter www.sparkassenverband-bayern.de/ueber-uns herausfinden. Weitere wichtige Infos vor allem für Unternehmer im Zusammenhang mit der Corona-Krise finden Sie auch in unserem regionalen Wirtschaftsblog – darunter, wie man an Beratungen bei der IHK und Handwerkskammer kommt: www.mainpost.de/im-plus

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