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    WÜRZBURG

    Flyeralarm wirft ein Auge auf Irland

    Die Flyeralarm-Druckerei
    Die Flyeralarm-Druckerei Foto: Flyeralarm

    Flyeralarm will sein internationales Geschäft stärken und setzt dabei aktuell auf Irland. Die Würzburger Online-Druckerei mit ihren 2000 Mitarbeitern hat deshalb den Deutschland-Besuch des irischen Premierministers Enda Kenny vor wenigen Tagen genutzt, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu dem Insel-Staat zu stärken.

    Stefan Constantin bei Enda Kenny

    Als geladener Gast konnte Stefan Constantin, Mitglied der Flyeralarm-Geschäftsführungen, in Frankfurt/Main mit dem Premier reden. Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens weiter heißt, will Flyeralarm in Irland die Dienste der staatlichen Agentur für Wirtschaftsförderung, Enterprise Ireland, nutzen. Sie könne das Würzburger Unternehmen an irische Firmenkunden vermitteln, sagte Flyeralarm-Sprecher Fabian Frühwirth auf Anfrage. „Für uns bietet sich so die Chance, weitere Unternehmen auf der Insel kennenzulernen. Dabei kann es sich um das Erschließen neuer Kundenkreise für Flyeralarm handeln oder auch darum gehen, weitere Partner in unserem Geschäftsumfeld zu finden, mit denen wir gemeinsam neue Wege gehen“, so Constantin. Firmenzentrale bleibe aber auf jeden Fall Würzburg, betonte Sprecher Frühwirth.

    Flyeralarm arbeitet schon jetzt mit Irland zusammen

    Schon jetzt hat das Druckunternehmen (Jahresumsatz: 330 Millionen Euro) auf der Insel einen Fuß in der Tür: Ein Tochterunternehmen in der Hauptstadt Dublin betreibe seit 2014 einen speziell für Irland aufgesetzten Online-Shop, heißt es in der Mitteilung. Außerdem gebe es eine Partnerschaft mit dem irischen IT-Dienstleister tweak, der für Flyeralarm Programme entwickelt habe, mit denen Privatkunden und Kleinunternehmen auf einfachem Weg Online-Druckvorlagen gestalten können. Diese Software stehe auf allen Webseiten zur Verfügung, die Flyeralarm nach eigenen Angaben in 15 Ländern am Laufen hat.

    Privatkunden-Bereich ist gewachsen

    Mit der Software aus Irland sei es gelungen, „die Privatkunden-Sparte deutlich aufzuwerten und in diesem Segment ein überdurchschnittliches Wachstum zu generieren“, wird Constantin in der Mitteilung zitiert. Die Zahl dieser Privatkunden habe sich seit Einführung der Software auf über 100 000 in etwa verdoppelt, sagte Sprecher Frühwirth.

    Das ist dennoch der mit Abstand kleinere Teil des Flyeralarm-Marktes: Privatkunden machen laut Frühwirth 5 bis 8 Prozent aus, der Rest seien Firmenkunden. Das Unternehmen bearbeitet nach eigenen Angaben jeden Tag 15 000 Aufträge seiner 1,5 Millionen Kunden weltweit. Irlands Premier Kenny gilt als Befürworter der europäischen Idee. Insofern stand sein Staatsbesuch in Deutschland im Licht des Brexits. Kenny warb für weiterhin intensive Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien – nun eben auf neue Art.

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