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    WÜRZBURG

    Wirtschaftspsychologen: „Industrie 4.0“ wird zur Top-Aufgabe

    Das wichtigste Kapital eines Unternehmens ist sein Personal. Es zu führen, es auf Veränderungen mitzunehmen oder überhaupt erst einmal die passenden Mitarbeiter zu finden, das sind für Unternehmer dementsprechend Herausforderungen von hohem Rang. Unterstützt werden sie dabei mitunter von Wirtschaftspsychologen. 130 Studenten dieser Richtung kamen am Freitag und Samstag in der Würzburger Universität zusammen, um sich bei einem Kongress tiefer in die Materie zu begeben.

    Premiere in Würzburg

    Die Teilnehmer kamen aus Deutschland und dem benachbarten Ausland. Veranstalter waren die Sektion Wirtschaftspsychologie im Psychologen-Bundesverband (BDP) und der Bereich Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie am Lehrstuhl für Psychologie II der Würzburger Uni. Es war der erste Kongress seiner Art, 25 Referenten hielten Vorträge.

    Die Hochschulen deckten oft nicht das ganze Spektrum der Wirtschaftspsychologie ab, sagte Mitorganisator Ulrich Schübel (Hammelburg). Deshalb sollte das Treffen den Teilnehmern zeigen, welche Möglichkeiten sie nach ihrem Studium noch haben. „Wir haben unglaublich positive Resonanz bekommen“, so Schübel am Sonntag.

    Steigende Bedeutung

    „Die Nachfrage nach unserer Kompetenz kommt erst langsam im Mittelstand an.“ Bislang setzten in erster Linie große Unternehmen Wirtschaftspsychologen ein. Weil die Digitalisierung von Betriebsprozessen („Industrie 4.0“) ganze Berufe verändert, komme den Wirtschaftspsychologen steigende Bedeutung zu, ist sich Schübel sicher. Schon jetzt sei alles, was mit Personal und Veränderungsmanagement zu tun habe, ein für Wirtschaftspsychologen wichtiges Feld. Die Sektion Wirtschaftspsychologie hat 1500 Mitglieder und ist im Bundesverband BDP laut Schübel die drittgrößte Abteilung. Der Kongress werde nun wohl alle zwei Jahre stattfinden.

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