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    Rottendorf

    s.Oliver: Zwei Manager gehen überraschend

    Es kehrt keine Ruhe ein in der Chefetage des mainfränkischen Modekonzerns s.Oliver: Jetzt gehen überraschend und ungewöhnlich schnell zwei hochrangige Manager.
    Wird Ende 2019 den Modekonzern s.Oliver verlassen: Personalchef Michael Picard. Foto: s.Oliver

    Auch eineinhalb Monate nach dem Rückzug von Firmengründer Bernd Freier (73) aus der Geschäftsleitung kehrt beim Modekonzern s.Oliver in Rottendorf (Lkr. Würzburg) keine Ruhe in der Chefetage ein. Schon vor Freiers Gang in den Ruhestand gab es einen ungewöhnlich regen Wechsel von Managern, jetzt gehen gleich zwei auf einen Schlag: Digitalchef Dirk Schneider und Personalchef Michael Picard werden das Unternehmen Ende des Jahres - also schon in zwei Wochen - "auf eigenen Wunsch verlassen", teilte s.Oliver am Dienstagnachmittag mit.

    Schneider und Picard sind noch nicht lange dabei

    Auch er geht zum Jahreswechsel: s.Oliver-Digitalchef Dirk Schneider. Foto: s.Oliver

    Dass beide so kurzfristig gehen, habe "keine besondere Bedeutung", da solche Personalien "grundsätzlich von verschiedenen Faktoren abhängen", so das Unternehmen. Schneider ist seit gut zwei Jahren Digitalchef, Picard kam gar erst im Februar in die sechsköpfige Geschäftsführung.

    Im Oktober war bekannt geworden, dass ein weiteres Mitglied dieses von Claus-Dietrich Lahrs seit November geleitete Gremium verlässt: Finanzchefin Susanne Heckelsberger geht Ende des Jahres, ihr Nachfolger wird Volker Christ.

    Was macht Konzernchef Lahrs?

    Das alles wirft die Frage auf, ob Lahrs als neuer Chef der Chefs gleich mal mit dem eisernen Besen kehrt. Das sei spekulativ und deswegen äußere sich s.Oliver dazu nicht, reagierte das Unternehmen am Abend auf eine Anfrage der Redaktion. Der Weggang von Picard und Schneider sei allein deren Wunsch. Lahrs hat sich in seiner neuen Funktion bislang nicht öffentlich geäußert.

    Der Mitteilung zufolge ist offen, wer Picard und Schneider nachfolgen wird. Es werde interne Übergangslösungen geben. Wohin die beiden Manager wechseln, sei nicht bekannt.

    Personalkarussel dreht sich schnell

    Das Personalkarussell in der Geschäftsleitung von s.Oliver dreht sich seit dem überraschenden Rauswurf von Gernot Lenz im Oktober 2018 außergewöhnlich schnell. Seither war eine Reihe hochrangiger Mitarbeiter ausgetauscht worden. Gründer Bernd Freier hatte sogar vorübergehend selbst die Geschäftsleitung übernommen.

    Der 50 Jahre alte Modekonzern s. Oliver hat 6400 Mitarbeiter in aller Welt, davon rund 2000 in Rottendorf. Zu dem Unternehmen gehören Marken wie Comma, Liebeskind Berlin und Triangle.

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