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    Schweinfurt

    Schaeffler mit starkem Umsatzrückgang

    Schaeffler mit starkem Umsatzrückgang
    Fahnen mit dem Logo-Schriftzug der Schaeffler AG.
    Fahnen mit dem Logo-Schriftzug der Schaeffler AG. Foto: Daniel Karmann

    Schaeffler mit starkem Umsatzrückgang

    Die Sparte Industrie schneidet besser ab als der Gesamtkonzern

    Bei Schaeffler ist die in Schweinfurt ansässige Industrie-Sparte besser durch die Pandemiekrise gekommen als das Gesamtunternehmen. Für dieses ging der Umsatz im ersten Halbjahr um 21,8 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro zurück. Das ist vor allem auf das schwache Automobilgeschäft zurückzuführen. In der Sparte Industrie, die rund 30 Prozent des Umsatzes ausmacht, lag das Minus bei 12,8 Prozent. Sie profitiert inzwischen vor allem von einem erstarkten Wachstum im Wirtschaftsraum China, wo das Geschäft mit der Windkraft zulegt. In der Region gibt es inzwischen für Schaeffler wieder zweistellige Wachstumsraten. Der Auftragseingang für den Bereich Industrie hat sich stabilisiert.

    Die Gewinn-Marge im Bereich Industrie war mit neun Prozent (Vorjahr 10,8 Prozent) relativ gut. Im Bereich Automotive war die Marge mit -5,5 Prozent (Vorjahr 4,9 Prozent) hingegen negativ.

    Trotz der Krise konnte Schaeffler im laufenden Geschäft, bereinigt von Sondereffekten, mit 65 Millionen Euro (Vorjahr 556 Millionen) ein positives Ergebnis erzielen. Unter dem Strich gab es jedoch einen Verlust von 353 Millionen Euro. Das ist ein Minus von gut einem halben Euro pro Vorzugsaktie und wird bei den durch die Dividende in den letzten Jahren verwöhnten Anteilseignern – darunter viele Werksangehörige - wohl für einigen Frust sorgen.

    Das schlechte Ergebnis resultiert auch aus den Kosten für die Programme zur Kostenreduzierung und aus den Aufwendungen im Zuge der Pandemie. Das "Freiwilligenprogramm" zum Stellenabbau wurde im ersten Quartal von 1300 auf 1900 ausgeweitet. Insgesamt ging im ersten Halbjahr die Zahl der Stellen um vier Prozent auf 84 200 zurück.

    Für das Gesamtjahr gibt Schaeffler keine Prognose ab. Die Belebung im Juni deute aber darauf hin, dass es nach dem Tiefpunkt im April schrittweise wieder aufwärts gehe, erklärt Vorstandschef Klaus Rosenfeld. Die Unsicherheit, wann das Vorkrisenniveau wieder erreicht werde, bleibe hoch. Die strenge Kosten- und Kapitaldisziplin (Kurzarbeit, Abbau von Urlaubstagen und Zeitkonten, Einstellungsstopps) der letzten Monate habe sich ausgezahlt und werde auch im zweiten Halbjahr aufrechterhalten.

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