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    Würzburg

    va-Q-tec: Höhenflug hat nachgelassen, aber Zuversicht bleibt

    Der wirtschaftliche Überflieger der vergangenen Jahre ist jetzt auf Normalmaß unterwegs: Die va-Q-tec AG in Würzburg spürt Ernüchterung und Zuversicht gleichermaßen.
    Unter anderem mit solchen Isolierplatten macht die va-Q-tec AG in Würzburg weltweit Geschäfte. Die laufen nach wie vor gut, doch drückt die Expansion des Unternehmens aufs Ergebnis.
    Unter anderem mit solchen Isolierplatten macht die va-Q-tec AG in Würzburg weltweit Geschäfte. Die laufen nach wie vor gut, doch drückt die Expansion des Unternehmens aufs Ergebnis. Foto: Dita Vollmond

    Der wirtschaftliche Überflieger der vergangenen Jahre ist jetzt auf Normalmaß unterwegs: So lassen sich die vorläufigen Geschäftszahlen der Würzburger va-Q-tec AG für 2018 interpretieren. Der an der Börse notierte Spezialist für Isoliermaterial hatte zuletzt stattlich in die Expansion und in den Firmenumzug innerhalb von Würzburg investiert, was naturgemäß auf die Zahlen drückt.

    Am deutlichsten wird dies beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen: Dieses Ebitda sei im Jahresvergleich um 58 Prozent gesunken, teilte va-Q-tec am Donnerstag mit. Der Umsatz stieg demnach um 8 Prozent auf 50,7 Millionen Euro. Er war in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt um jeweils 25 Prozent gewachsen.

    Warum va-Q-tec stattliche 70 Millionen Euro investiert hat

    Das einst als Start-up schnell gewachsene Unternehmen war im Oktober 2016 an die Frankfurter Börse gegangen, um Kapital für die vor allem im Ausland geplante Expansion zu bekommen. Damit zusammenhängend hat va-Q-tec seither 70 Millionen Euro investiert.

    "Auch wenn die wirtschaftliche Entwicklung 2018 hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben ist, haben sich die Aussichten zum Jahresende doch deutlich aufgehellt", wird Finanzchef Stefan Döhmen in der Mitteilung zitiert. Die Würzburger machen unter anderem mit dem Verkauf und der Vermietung von hocheffizient isolierten Behältern – zum Beispiel für den Transport temperatursensibler Waren – Geschäfte in aller Welt.

    va-Q-tec wurde 2001 in Würzburg gegründet und hat mittlerweile 400 Beschäftigte. Der Aktienkurs war beim Börsengang bei etwa 14 Euro gelegen, hatte im Oktober 2017 einen Spitzenwert von 25 Euro und hat sich zuletzt um die 6 Euro eingependelt.

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