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    WÜRZBURG

    So viel bleibt Ihnen 2019 mehr vom Gehalt übrig

    Mit dem neuen Jahr bleibt Arbeitnehmern mehr netto vom brutto. Doch um wie viel ändert sich das Gehalt genau? Vier Rechenbeispiele.
    Mit dem neuen Jahr bleibt Arbeitnehmern mehr Netto vom Brutto. Doch um wie viel ändert sich das Gehalt genau? Vier Rechenbeispiele.
    Woman holding in hands wallet with euro money. City girl is taking out money from wallet
    Symbolbild: Geld Foto: dragana991 (iStockphoto)

    Im neuen Jahr gibt es für alle Arbeitnehmer mehr Netto vom Brutto. Steuerzahler sollen stärker entlastet werden, vor allem Familien. Das Entlastungspaket hat ein Volumen von 9,8 Milliarden Euro. Doch wie viel profitiert davon jeder einzelne? Vier Beispiele, die zeigen wie viel durchschnittliche Arbeitnehmer in 2019 weniger Steuern und Abgaben zahlen müssen - und wie viel am Ende mehr auf dem Konto landet.

    Die folgenden drei Beispiele beziehen sich auf fiktive unverheiratete 40-Jährige, die keine Kirchensteuer zahlen und kinderlos sind. Der Beitrag für die gesetzliche Krankenkasse liegt bei 14,6 Prozent, hinzu kommen 0,9 Prozent Zusatzbeitragssatz. Die Zahlen wurden mit dem Gehaltsrechner von Thomas M.R. Disqué berechnet (alle Angaben ohne Gewähr). In Beispiel 4 geht es darum, wie viel Familien entlastet werden.

     

    Beispiel 1 - Durchschnittsgehalt

    Symbolbild Industriemechaniker Foto: Tobias Köpplinger

    Hans Schmitt ist Industriemechaniker und verdient exakt das bayerische Durchschnittsgehalt in Höhe von 3878 Euro brutto. (Das Durschnittsgehalt von Vollbeschäftigten in ganz Deutschland beträgt 3770 Euro. Bezieht man auch Arbeitnehmer in Teilzeit oder geringfügiger Beschäftigung mit ein, liegt das gesamtdeutsche Durchschnittsgehalt bei circa 2860 Euro.) Im Jahr 2018 blieben Herrn Schmitt so nach allen abgezogenen Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen 2381 Euro übrig. Sein Nettolohn steigt im Jahr 2019 um 38 Euro auf 2419 Euro. Im Jahr sind das immerhin 456 Euro.

     

    Beispiel 2 - Hohes Gehalt

    Symbolbild: Informatikerin Foto: Tobias Köpplinger

    Franziska Mayer arbeitet als Informatikerin und verdient 5000 Euro brutto im Monat. Ihr monatlicher Nettolohn betrug im Jahr 2018 etwa 2939 Euro. Dieser Betrag steigt im neuen Jahr um 42 Euro auf 2981 Euro. Im gesamten Jahr sind das für die Informatikerin 502 Euro mehr im Geldbeutel.

     

    Beispiel 3 - Niedriges Gehalt

    Symbolbild Altenpfleger

    Patrick Müller ist Altenpfleger und verdient monatlich 2500 Euro brutto. Sein Nettogehalt lag im vergangenen Jahr bei 1670 Euro. Dieses Jahr wird der Nettobetrag für ihn auf 1694 Euro steigen - also um 24 Euro. Im gesamten Jahr ist das ein Plus von 288 Euro.

     

    Beispiel 4 - Familie

    Symbolbild Familie Foto: Tobias Köpplinger

    Familie Schneider hat ein Bruttojahresgehalt von 60.000 Euro. Laut Regierung werden Familien 2019 um mindestens 9,36 Prozent entlastet. Das bedeutet für Familie Schneider 251 Euro mehr im Jahr. Unter anderem wurde der steuerliche Kinderfreibetrag von 7428 auf 7620 Euro erhöht. Das Kindergeld wird ab Juli um zehn Euro erhöht. Zusätzlich soll das neue das neue Baukindergeld voraussichtlich ab März 2019 ausgezahlt werden können. 

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    Jeder Arbeitnehmer hat abhängig von seinem Bruttogehalt also von den Reformen profitiert - ohne etwas dafür tun zu müssen. Je nach Lebenssituation hat sich zum Jahreswechsel jedoch noch vieles mehr für die Deutschen geändert.

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    Kommentare (7)

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