• aktualisiert:

    Twistetal

    Wilke-Insolvenzverwalter: Es gibt Kaufinteressenten

    Wursthersteller Wilke
    Die Waren von Wilke werden mit drei Todesfällen und 37 weiteren Krankheitsfällen in Verbindung gebracht. Foto: Uwe Zucchi/dpa

    Man arbeite weiterhin an einer Lösung für den Standort und alle Arbeitnehmer, erklärte Mario Nawroth von der Römermann Insolvenzverwalter Rechtsanwaltsgesellschaft: „Dazu stehe ich zwischenzeitlich mit einem potenziellen Kaufinteressenten in erstem Kontakt.” Die kommenden Wochen müssten zeigen, was sich daraus ergebe.

    Behörden hatten den Betrieb vor über zwei Wochen geschlossen. Wilke hatte danach vorläufige Insolvenz angemeldet. Mehrfach waren Listerienkeime in Produkten gefunden worden. Diese können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Drei Todesfälle und 37 Krankheitsfälle werden mit Wilke-Produkten in Verbindung gebracht. Die Kasseler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Geschäftsführer wegen fahrlässiger Tötung.

    Laut Nawroth gibt es für die 200 Mitarbeiter gute Nachrichten. Sie erhalten nachträglich ihr September-Gehalt. Zu den laufenden Rechtsstreitigkeiten wollte der Insolvenzverwalter sich nicht äußern.

    Wilke hatte unter seiner Verwaltung einen Eil-Antrag gegen den Produktionsstopp gestellt. Das Verwaltungsgericht Kassel hat diesen aber abgelehnt. Eine Beschwerde vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof wäre möglich.

    Erfahren Sie jeden Donnerstag, was Sie über Mainfrankens Wirtschaft wissen sollten:
    jetzt ImPlus-Newsletter kostenfrei abonnieren!

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!