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    6 verblüffende Corona-Statistiken, die Sie noch nicht kennen

    Jeder kennt die exponentiellen Corona-Infektionskurven. Es gibt aber zahlreiche aktuelle Statistiken zum Virus, die weniger bekannt sind. Das sind die verblüffendsten.
    Zahlen und Daten helfen beim Verständnis der Corona-Krise.
    Zahlen und Daten helfen beim Verständnis der Corona-Krise. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

    Zahlen und Grafiken sind wichtig für den Menschen. Sie veranschaulichen komplexe Sachverhalte und geben uns Überblick. Mit Hilfe von Statistiken können wir das Ausmaß gesellschaftlicher Phänomene vergleichen und einsortierten. Gerade neuartige und allumfassende Phänomene wie das Coronavirus sind für uns ohne Zahlen und Statistiken nur schwer zu fassen. Im Folgenden finden Sie sechs aktuelle und verblüffende Statistiken, die das Coronavirus veranschaulichen – und teilweise zum Schmunzeln anregen.

    Der Monat März hat Geschichte geschrieben. Leergeräumte Regale, Riesenschlangen vor Aldi wegen Desinfektionsmitteln und Kunden, die sich um eine Packung Klopapier prügeln. Das Statistische Bundesamt hat inzwischen das Ausmaß der Hamsterkäufe beziffert. So gehörten etwa Toilettenpapier und Desinfektionsmittel zu den Verkaufsschlagern im März. Der Absatz von Desinfektionsmittel stieg in Kalenderwoche zehn um 751 Prozent im Vergleich zu den Vormonaten an. Toilettenpapier hingegen wurde vorwiegend in Kalenderwoche 12 gehamstert. Und zwar laut Statistischem Bundesamt mit einem Plus von 211 Prozent im Vergleich zu den Vormonaten. Inzwischen ist Toilettenpapier zum Glück wieder zu haben. Desinfektionsmittel ist jedoch weiterhin Mangelware, was wohl auch den negativen Absatz in Kalenderwoche 12 erklärt.

    Quarantäne, Ausgehsperren und soziale Isolation – seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie verbringen viele Menschen mehr Zeit zu Hause. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind dabei beschränkt. Das spürt auch die Porno-Industrie. Laut der Webseite "Pornhub" hat sich der Webseitentraffic seit dem zehnten März deutlich erhöht. Auch der Kondomfabrikant Ritex merkt das Voranschreiten der Pandemie in Deutschland deutlich: "Wir verzeichnen tatsächlich im laufenden Monat einen drastischen Umsatzanstieg bei den Kondomen", sagte eine Sprecherin laut der Nachrichtenagentur dpa. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hätten sich die Umsätze fast verdoppelt. "Besonders stark haben sich Großpackungen verkauft."

    Die bayernweit geltende Ausgangsbeschränkung erschwert nicht nur den Zeitvertreib in unserer Freizeit, sondern stellt uns auch vor bislang ungeahnte Herausforderungen: Was tun, wenn die eigene Mähne mal wieder dringend getrimmt werden muss, aber kein Friseur geöffnet hat? Diese Fragen stellen sich derzeit wohl viele Menschen, weshalb der Suchbegriff "Haare selber schneiden" zwischenzeitlich in der Google-Suche "trendete", also besonders häufig gesucht wurde. Die selbstgemachte Frisur bekommen derzeit zum Glück nur wenige Menschen mit. Es ist also eine gute Gelegenheit, sich einmal an der eigenen Haarpracht zu verkünsteln.

    Die Corona-Krise stellt für viele Menschen eine beträchtliche gesundheitliche Gefahr dar und bedroht auch die finanzielle Existenz zahlreicher Haushalte. Die Gesundheit der eigenen Familie und die wirtschaftliche Situation des Landes sind derzeit die größten Sorgen der Menschen in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer täglichen Umfrage des Online-Statistikdienstes "Statista", die ergründet, was die Bundesbürger im Zusammenhang mit der Corona-Krise umtreibt. Die eigene Gesundheit steht bei den Befragten übrigens erst an vierter Stelle.

    Die Corona-Pandemie beeinträchtigt den weltweiten Flugverkehr massiv, besonders stark betroffen ist davon auch der Flughafen in Frankfurt. Eine Erhebung von Flightradar24, einem Onlinedienst zur Echtzeit-Positionsdarstellung von Flugzeugen, zeigt nun die Auswirkungen auf den Flugverkehr in Europa. Die Zahl der Flüge, die derzeit in Europa überhaupt noch startet, liegt überall im zweistelligen Bereich, was gegenüber Anfang März einen Rückgang von etwa 90 Prozent bedeutet. Während etwa am dritten März noch 592 Flüge in Frankfurt starteten, waren es am 30. März lediglich noch 76. Dass dort überhaupt noch Flüge starten, liegt unter anderem daran, dass immer Rückholflüge starten, wie es sie auch schon für im Ausland gestrandete Unterfranken gab.

    China gilt als Corona-Epizentrum. Viele Entwicklungen, die dort passierten, konnten später in zahlreichen anderen Ländern beobachtet werden. So etwa die hohen Infektionszahlen, der Mangel an Atemschutzmasken oder wirtschaftliche Auswirkungen. Ein Beispiel sind die einbrechenden Kinoumsätze aufgrund der Ausgangsbeschränkung. Laut Statista haben die Kinos der Volksrepublik in den ersten beiden Monaten des Jahres umgerechnet rund 31 Millionen US-Dollar Umsatz erwirtschaftet. Das sind etwa 200 Millionen US-Dollar weniger als normal.

    Diese Entwicklung dürfte auch bald Kinos in der Region erwarten. Die Aktion "Hilf deinem Kino" bei der auch zahlreiche Kinos aus Unterfranken vertreten sind, möchte dem entgegen wirken. Auf der Webseite kann man sein lokales Lieblinskino auswählen und dann freiwillig Kinowerbung konsumieren, was dem jeweiligen Kino zugute kommt.

    Update: Wie das "Casablanca"-Kino in Ochsenfurt auf seiner Webseite schreibt, scheinen die Gelder nicht immer bei den Kinos anzukommen. Das "Casablanca" empfiehlt stattdessen, jetzt Gutscheine für den späteren Gebrauch zu kaufen.

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